Warum wir diesen Dokumentarfilm machen
Seit 2017 begleiten wir diese einzigartige Einachser-Szene als Fotografen und Filmemacher. In diesen Jahren durften wir eine Leidenschaft kennenlernen, die weit über den reinen Rennsport hinausgeht. Die Einachser-Szene faszinierte uns von Anfang an so sehr, dass wir uns bald sagten: Diese Menschen und ihre Leidenschaft haben es verdient, dass man ihre Geschichte erzählt.
Dieser Dokumentarfilm ist eine Hommage an eine aussergewöhnliche Gemeinschaft und zeigt das, was auf den ersten Blick oft verborgen bleibt:

Handwerkliches Können: Im Gegensatz zu anderen Rennfahrzeugen kann man Einachser nicht vom Laufband kaufen. Diese Fahrzeuge entstehen nicht in High-Tech-Fabriken oder auf dem Reissbrett grosser Konzerne. Sie werden in unzähligen Stunden in den eigenen Werkstätten von Grund auf selbst gebaut. Hier fliessen Schweiss, Herzblut, Erfindergeist und pures handwerkliches Talent zusammen. Da braucht es Ausdauer und technisches Geschick beim Konstruieren, Zuschneiden, Schweissen usw.
Bedingungsloser Zusammenhalt: Diese Einstellung spürt man bei jedem Rennen und in jedem Fahrerlager: Wenn am Start die Technik versagt oder ein Motor streikt, sind alle Konkurrenzgedanken vergessen. Es wird zusammengestanden, Werkzeug geteilt und bis zur letzten Sekunde gemeinsam geschraubt, damit jeder wieder auf die Strecke kann. Jenseits der erwarteten Konkurrenz ist genau dieser Zusammenhalt der wahre Herzschlag der Einachser-Szene.

„Anpacker“-Mentalität hinter den Kulissen: Ein Rennwochenende entsteht nicht von heute auf morgen. Hinter jedem Event steckt eine monatelange, intensive Vorbereitungszeit, die ausschliesslich in der Freizeit gestemmt wird. Es gilt Sponsoren zu überzeugen, behördliche Bewilligungen einzuholen und unzählige Hebel in Bewegung zu setzen. Wenn es dann endlich losgeht, zeigt sich der wahre Geist der Szene: Ein riesiges Netzwerk an freiwilligen Helfern packt gemeinsam an. Da wird nicht lange geredet, sondern gehandelt. Während die Rennstrecke präpariert und gesichert wird, entsteht parallel dazu eine komplette Event-Infrastruktur aus dem Nichts – vom riesigen Festzelt über die gesamte Verpflegung und Logistik bis hin zur Technik. Es ist dieses gewaltige "Chrampfen" abseits der Rennstrecke, das wir im Film auch sichtbar machen wollen.
Gemeinsames Geniessen: Und schliesslich gehört auch das Feiern fest dazu. Wer tagsüber im Staub alles gibt und monatelang hart arbeitet, der weiss auch, wie man das Leben geniesst. Die unbeschwerten Stunden im Festzelt, das gemeinsame Fachsimpeln bei einem kühlen Bier und das Feiern von echten Freundschaften sind der Lohn für all die Mühen und runden das Bild dieser eingeschworenen Truppe ab.
Dieser Film wird mehr als nur eine Aneinanderreihung von Rennszenen; er wird die Seele, den Fleiss und das grosse Herz dieser Szene offenbaren. Für alle, die das Herzblut hinter jedem Rennstart spüren wollen.
Bleibt gespannt!